Blogauthor Mark Poppenborg
von Mark Poppenborg  

Mark ist Unternehmer und Vortragsredner. Und vor allem ist er unser Gründer. Mark führt seine tiefgreifenden Erkenntnisse auf unkonventionell inspirierende Weise in seinen Speaker-Auftritten, Seminaren und Management-Sparrings der Wirtschaft zu. Seit seiner ersten Gründung 2010 hat Mark viele weitere Unternehmen und Projekte initiiert. Insofern ist er nicht nur als Vordenker sondern auch als Vormacher bekannt. Er kombiniert seine aufklärerischen und desillusionierenden Impulse stets mit praktischen Inspirationen und Handlungsanweisungen.

7 Jahre später: Diese Erfolgstechnik scheint zu funktionieren

12. Dezember 2019    Keine Kommentare

Die Großmeister des Erfolgs schwören auf die Visualisierung von Sollzuständen – Warum und wie das funktioniert

Was ist die Basis für persönlichen Erfolg? Wie rufen wir unser ganzes Potential ab? Eine Frage, an deren Beantwortung sich heute eine ganze Industrie versucht. Die Glücksbewirtschaftung hat inner- und außerhalb von Unternehmen Hochkonjunktur. Mein Instagram-Feed ist durchzogen von Tschakka Tschakka Zitaten und Erfolgsversprechen.

Ich weiß nicht, welche Antwort stimmt oder welcher Ansatz Erfolg verspricht. Und trotzdem habe ich Antworten gefunden, die mir helfen. Eine möchte ich heute mit Dir teilen. Nicht als Erfolgsformel, sondern als Anregung.

Den eigenen Körper verarschen

Unser Körper kann nicht zwischen den Ereignissen unterscheiden, die sich gerade wirklich in unserer Umwelt ereignen und denen, die wir uns nur vorstellen.

Erfolgstechnik Zukunftsvisualisierung

Einen Vortrag halten, den Job verlieren, Fliegen, eine Kündigung aussprechen, kritisiert werden – die Antizipation oder Erinnerung an ein solches Ereignis versetzt viele von uns in Angst und Schrecken.

Unsere Gedanken lösen reale körperliche Reaktionen aus, egal ob wir uns eine Situation nur vorstellen oder sie tatsächlich erleben.

Wir bilden uns unser Leid also eigentlich nur ein. So drücken es spirituelle Gurus aus – egal ob Alan Watts, Jiddu Krishnamurti, Eckhart Tolle, Rupert Spira. Sie behaupten: Erst unsere Gedanken erzeugen das Leid. Nur im Denken entsteht unsere Vorstellung von Vergangenheit und Zukunft, in der es Leid geben kann, vor dem es sich zu fürchten lohnt – tatsächlich existieren tut jedoch immer nur das “jetzt”.

»Was will der Poppenborg? Hat der was genommen?«

Gib mir noch ein paar Zeilen!

Warum nutzen wir diesen „Effekt“ also nicht zu unseren Gunsten? Warum stellt man sich die Erfolge, das Glück, die Beziehungsqualität und die sonstigen Reichtümer nicht „einfach“ vor und trickst sich und seinen Körper auf diese Weise aus?

Ich rede von einer Technik, die wahrscheinlich so alt ist wie der menschliche Erfolg. Ich rede von einer Technik, auf die die größten Meister des Erfolges selbigen zurückführen. Ich rede von einer Technik, der ich lange nicht wirklich über den Weg getraut habe, bis ich gemerkt habe, dass sie tatsächlich funktioniert.

Ich rede von der Technik der Visualisierung von Sollzuständen.

Gefunden habe ich diese Technik bei Tony Robbins, bei Joe Dispenza, bei Arnold Schwarzenegger, bei Napoleon Hill und bei anderen Großmeistern. Sie alle sagen:

  1. Entwickle ein klares und konkretes Bild Deiner Zukunft,
  2. schreibe dieses Bild explizit auf, als wäre es schon Gegenwart,
  3. visualisiere es jeden Morgen und jeden Abend auf eine Art und Weise, die Deinen Körper über die Tatsache hinwegtäuscht, dass Du diesen Zustand noch gar nicht erreicht hast und
  4. arbeite jeden Tag in kleinen Schritten auf dieses Zielbild hin.

Und das soll funktionieren? Ich war selbst lange skeptisch. Vor inzwischen sieben Jahren habe ich zum ersten Mal die Punkte 1 und 2 ausführlich und ernsthaft beherzigt.

Und obwohl ich sie weder morgens und abends einstudiert noch sie mit dem verdienten Fokus verfolgt habe; trotz dieser Nachlässigkeit sind meine Sollzustände in den letzten 7 Jahren zu 80% Realität geworden.

Creepy? Vielleicht. So langsam glaube ich jedenfalls dran.

Und ich glaube, es ist auch keine Überraschung. Der Mechanismus ist eigentlich ganz einfach: Wenn Du Dir selbst vorführst, wer Du in Zukunft sein wirst (nicht nur willst), dann beginnst Du Deine Gewohnheiten zu ändern.

Nehmen wir den Klassiker: Du willst gesund und fit werden. Wenn Du täglich das gesunde und fitte Zukunftsbild Deiner Selbst visualisierst, gaukelst Du Dir vor, bereits diese zukünftige Version Deiner Selbst zu sein. Und wenn Du das tust, fängst Du wiederum an, Entscheidungen auf Basis eines gesunden und fitten Menschen zu treffen. Du bewegst Dich mehr und isst gesünder. Denn das tun gesunde und fitte Menschen nun mal. Deine Gewohnheiten ändern sich als Ergebnis Deines neuen Selbstbildes.

Natürlich ist es nicht die Zukunftsvisualisierung alleine, die den Unterschied macht. Es sind die Konventionen, die Du ad acta legst und die neuen Gewohnheiten, die Du etablierst.

Veränderung gelingt nie über Nacht. Der Zinseszinseffekt der Persönlichkeitsentwicklung basiert auf der täglichen Verfolgung neuer Gewohnheiten. Ich glaube, dass Erfolg die Konsequenz von Beständigkeit ist. Doch Beständigkeit ist nur möglich, wenn sie nicht im Konflikt zu dem persönlichen Selbstbild steht. (Buchempfehlung in diesem Zusammenhang: Atomic Habits von James Clear)

Die Zukunftsvisualisierung ist also das unverzichtbare Fundament für die Verfolgung der nötigen Gewohnheiten. Davon bin ich jedenfalls inzwischen überzeugt.

Wenn nicht jetzt, wann dann

Spätestens in 12 Tagen lassen die meisten von uns den Stift fallen. Wir klappen die Rechner zu, legen die Beine hoch, fahren zu unseren Familien.

Hmm, das Bild ist vielleicht etwas eindimensional und verklärt. Viele geraten am 24. wahrscheinlich erst so richtig in Stress: Geschenkestress, emotionaler Stress, Reisestress.

Geschenkt. Fakt ist: Wir verlassen in spätestens 12 Tagen nahezu alle den Trampelpfad des Alltages. Für ein paar Tage leben wir unter anderen Vorzeichen. Gewohnheiten werden ausgesetzt. Auch ganz unfreiwillig.

Deshalb ist diese Zeit immer eine gute Gelegenheit, um eben diese Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen. Mit dem nötigen Abstand können wir diese nämlich viel besser reflektieren.

Deshalb sind Neujahrsvorsätze auch kein Unsinn. Sie werden belächelt, weil die meisten sie nicht durchhalten. Aber das liegt nicht per se an dem Vorsatz. Das Verzagen führe ich auf die fehlende Zukunftsvisualisierung zurück.

Wessen Selbstbild sich nicht ändert, handelt mit einer neuen Gewohnheit immer gegen dieses Selbstbild. Das kann man langfristig nicht durchhalten. Ist doch klar.

Der Raucher hört vielleicht kurz auf zu rauchen, aber sein Selbstbild ist immer noch das eines Rauchers.

Ohne sich selbst auf regelmäßiger Basis (jeden Morgen und Abend) ein neues Selbstbild vorzuführen, handelt man gegen sich selbst. Das hat wenig Aussicht auf Erfolg.

Aber die Kombination aus Visualisierung des neuen Selbst und der damit einhergehenden schrittweisen Veränderung von Gewohnheiten führt langfristig zum gewünschten Erfolg. Wie beim Zinseszins. Schritt für Schritt.

Probier’s doch dieses Jahr auch mal und verfolge die vier Punkte oben.

Ja, vielleicht ist der Erfolg dieser Technik ein Märchen. Vielleicht greift hier einfach nur der Survivorship Bias. Sprich, die vielen Erfolglosen sind genauso vorgegangen wie die großen Meister es einem nahelegen. Bloß kennt sie keiner. Weil sie ja keinen Erfolg hatten. Und so können sie ihre traurige Geschichte des Misserfolgs auch nicht laut erzählen.

Ja, vielleicht verschwendest Du jeden Tag 5 Minuten Deiner Zeit.

Vielleicht belächelt man Dich als Universum-Beschwörer.

Dann mach halt nicht mit. Dann mach ich’s halt alleine. Du kannst ja nächstes Jahr noch mal drüber nachdenken oder das Jahr drauf. Ist ja noch genug Zeit.;)

Spaß beiseite. Ich hoffe, ich konnte Dich ein wenig inspirieren. Und ich wünsche Dir von Herzen eine wunderschöne, erholsame und inspirierende Zeit über die Feiertage.

Das Video zum Beitrag:

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