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Happy Working Selbstständige – auch wir müssen uns ändern

Raus aus dem Silo! Ein persönlicher Blick auf die Positionierung und Vernetzung von Selbstständigen:

Anfang Oktober 2017 fand der erste intrinsify Kaminworkshop mit Oliver Gorus in Stuttgart statt, der sich mit der Frage befasste: „Wie positioniere ich mich heutzutage als Solopreneur richtig, wie werde ich als Persönlichkeit erfolgreich?“

Wieso ich daran teilgenommen habe? Nun, ich leide unter einem besonders schweren Fall von „digitaler Introvertiertheit“. Meine Kunden finden mich nicht – wie auch? Ich bin digital bislang kaum präsent – ein bisschen Twitter, ein bisschen Facebook, ein bisschen Xing, mehr als passiver Konsument, anstatt regelmäßiger Sender von inspirierenden Inhalten, die viele Likes ernten. Also muss ich meine Kunden finden, was irgendwie klappt, doch auch sehr mühsam ist, viel Zeit bindet und nicht zeitgemäß erscheint.

Ich bin damit nicht allein. 15 selbständige intrinsify Mitglieder nahmen an diesem Workshop teil. Wir alle bewegen uns schon seit einiger Zeit mit verschiedenen Ansätzen auf dem Markt der Coaches, Trainer und Berater. Uns eint der Zustand, dass wir alle schon etwas erreicht haben, uns jedoch noch oder wieder im Suchmodus befinden. Klare Positionierung als Coach oder Trainer? Bislang bei den meisten Fehlanzeige. Da ist noch Luft nach oben, was für jeden von uns etwas anderes bedeutet.

Bildnachweis: © fiskness – depositphotos.com

Eines ist mir aus dem Workshop besonders hängen geblieben: Es geht darum, bei Menschen Resonanz zu erzeugen und nicht darum, eine Dienstleistung zu verkaufen, was die folgende Metapher verdeutlichen soll:

  1. Weg: klassisches Zielgruppenmarketing

Will ein bislang unbekannter Jazzmusiker ohne Plattenfirma und Agenten ein öffentliches Konzert geben, dann kann er sich zum Beispiel eine Bar mieten und hier auftreten. Dafür erstellt er Flyer und verteilt sie dort, wo er seine Zielgruppe vermutet, in anderen Jazzbars oder Plattenläden. Der Musiker wird erst am Abend seines Konzerts sehen, ob irgendwer Interesse an seinem Angebot hat und wie viele wirklich kommen werden. Dafür hat er allerdings schon Geld in die Flyer und die Miete und sehr viel Zeit in die Organisation und die Promotion investiert. Und im schlimmsten Fall wird er am Ende von der Handvoll Gästen, die den Weg in die Bar gefunden haben, auch noch ausgebuht.

  1. Weg: Positionierung über die Person bzw. die Resonanz

Der Musiker stellt sich mit seinem Instrument in die Einkaufsstraße einer Großstadt, fängt an zu spielen und schaut, wer stehen bleibt und seine Musik hören will. Wer fühlt sich also magisch angezogen von seiner Kunst, bei wem erzeugt er Resonanz? Es werden Junge und Alte, Frauen und Männer, gebildete und weniger gebildete Menschen sein, die stehen bleiben und als konsistente Zielgruppe gar nicht feststellbar sind. Das Publikum bekommt in diesem Moment sofort einen Eindruck, ob die Musik sie berührt. Sie lauschen dem Musiker einen oder mehrere Songs lang, werfen ihm zwei Euro direkt in seinen Gitarrenkoffer und kaufen seine selbstgebrannten CDs. Sie wissen, was sie bekommen und dass sich die Investition lohnen wird. Vielleicht würden sie bald sogar ein offizielles Konzert von ihm besuchen, für das sie bereit sind, mehr Geld zu zahlen.

Ich selbst gehe bei meinen offenen Angeboten bislang den ersten Weg über das Zielgruppenmarketing. Es ist erstaunlich, dass es tatsächlich Käufer für meine Angebote gibt, denn die kennen mich gar nicht, haben mich nie zuvor gesehen, wissen nicht wie ich denke und arbeite. Doch was ich dafür alles tun muss und das jedes Mal von Neuem: Broschüren erstellen, drucken und versenden. Denn ich glaube, dass meine Zielgruppe eher konservativ ist und noch auf dem Postweg erreicht wird – mit einer Hochglanzbroschüre, die ein Hochglanzprodukt verspricht. Dafür muss ich mindestens einmal im Jahr die Kontaktliste aktualisieren und erweitern – Gesetz der großen Zahlen – telefonisch nachfassen oder E-Mails schreiben, teure Anzeigen im Netz schalten, die meine Zielgruppe schlecht erreichen, weil der Algorithmus sich ständig ändert. Wie gesagt, mühsam, zeitraubend, oft unangenehm und so gar nicht zeitgemäß. Mal bin ich auf diese Weise erfolgreich und mal weniger. Es hängt stark davon ab, wie eifrig ich werbe und verkaufe. Von nix kommt bekanntlich nix.

Oliver Gorus rät dringend zum zweiten Weg, wenn man von den richtigen Kunden gefunden werden und anständige Honorare erzielen will. Die Musiker-Metapher bedeutet für uns Selbständige, dass wir uns heute in die Einkaufsstraßen und Flaniermeilen des Internets begeben müssen. Unser Wissen in Artikeln, Büchern, Videos und Podcasts veröffentlichen, sie auf Amazon, Facebook, LinkedIn, XING, auf eigenen oder externen Blogs (kostenlos) teilen. Dadurch bauen wir Vertrauen auf, denn durch das Teilen und Geben lernt man uns besser kennen und weiß, was wir können. Wer bleibt stehen und zieht sich das ganze Wissen von uns rein? Bei wem erzeugen wir Resonanz?

Das ist ja nicht neu, auch ich weiß eigentlich wie es geht. Es gibt viele Vorbilder, die es genauso machen. Aber, und auch das haben wir von Oliver Gorus gelernt, es ist wichtig, dass man zuerst weiß, womit man sich als Persönlichkeit positionieren will, was also die Message ist, für die man da draußen bekannt sein will. Wenn man das weiß, dann und erst dann sollte man mit dem Bloggen, Podcasten, Posten und Bücherschreiben konzentriert beginnen. Es geht darum, Resonanz zu erzeugen und nicht einfach nur irgendein austauschbares Angebot zu verkaufen. Und das ist schwer! Das ist wirklich harte Arbeit, das ist Arbeit an sich selbst, den eigenen Glaubenssätzen, Überzeugungen, den Potenzialen und Limitierungen. Wir sehen nur die Ergebnisse derjenigen, die es bereits geschafft haben. Sie alle werden hart dafür gearbeitet haben und tun es noch immer. Bin auch ich bereit, das zu investieren, mein Wissen kostenlos zur Verfügung zu stellen, gewohnte Muster zu verlassen, so wie ich es von meinen Klienten verlange? Will ich mich zeigen? Habe ich überhaupt etwas zu sagen?

Dass ich hier gerade sitze und diesen Blogbeitrag schreibe, ist also ein echtes Novum für mich. Ich möchte meine Gedanken gerne an dieser Stelle mit den Menschen teilen, die ich als Gleichgesinnte und nicht als Konkurrenten betrachte – all die selbständigen Berater, Coaches, Trainer und andere Solopreneure. Mir geht es nämlich um noch mehr.

Meine Botschaft: Raus aus dem Berater-Silo – unterstützen statt abschotten!

Mir fällt es nach sieben Jahren Selbständigkeit immer noch schwer zu sagen, dass ich als Beraterin, Trainerin oder Coach arbeite. Ich habe da immer diese stets gut gelaunten Business-Typen vor Augen, die so wahnsinnig kommunikationsstark sind, schließlich sind sie ja Kommunikationstrainer. Sie quatschen jeden, der sich nichtsahnend auf ein Gespräch einlässt, gnadenlos selbstbeweihräuchernd zu und gehen damit fast jedem auf die Nerven. Mit diesem Beratertypus möchte ich nicht in Verbindung gebracht werden.

Auch wenn man diesen speziellen Beratertyp bei intrinsify eher selten zu Gesicht bekommt, liegt unser Fokus in der Öffentlichkeit oder in sozialen Netzwerken meiner Meinung nach dennoch viel zu oft darauf, Kontakte zu potenziellen Kunden aufzubauen, Entscheider anzusprechen und Visitenkarten zu verteilen. Selten sind die Adressaten davon begeistert, im Gegenteil sie finden es lästig. Auf Konferenzen gibt es für unsere Berufsgruppe nicht selten nur limitierte Tickets – weil die Veranstalter befürchten, wenn zu viele Berater da sind, fällt die Qualität der Veranstaltung. Die Teilnehmer, die einem klassischen Angestelltenjob nachgehen, könnten sich von uns belästigt fühlen. Die Welt scheint ohne uns eine bessere zu sein.

Die oben beschriebenen, sich selbst zu jeder Gelegenheit anpreisenden Beratertypen werden sich davon nicht aufhalten lassen, schließlich ist zu beobachten, dass erstaunlich viele von ihnen mit dieser Art auch heute noch erfolgreich sind.

Stillere, bescheidenere Berater und Trainer, denen es nicht so leicht von der Hand geht, sich selbst zu positionieren und über das, was sie alles Tolles können, laut zu sprechen, sollten vielleicht über einen anderen, zeitgemäßen Weg nachdenken. Dieser kann wie oben beschrieben erfolgen.

Doch zunächst möchte ich auch darauf eingehen, wie wir selbständige Berater miteinander umgehen. Wenn ich auf eine Konferenz gehe, dann sehe ich meistens auch noch viele andere Berater, die sich oftmals hinter vorgehaltener Hand im Gespräch mit einem potenziellen Kunden darüber beschweren, dass so viele Berater anwesend sind. Mich erinnert das immer an den typischen deutschen Urlauber, der sich im Ausland darüber beschwert, dass so viele deutsche Touristen da sind …

Wie wäre es stattdessen, wenn wir auf der nächsten Konferenz nicht mehr potenziellen Kunden auflauern, sondern stattdessen uns mit unseresgleichen beschäftigen, die Beraterkollegen kennenlernen, uns auszutauschen, vielleicht eine Mastermindgruppe gründen?

In diese Richtung denken auch Meike Nittel, die sich bereits im intrinsify Umfeld bewegt und ihre Partnerin Katja Rossel. Beide luden kürzlich zu einem Workshop mit dem Titel „Free-Agent-Entrepreneure“ in Berlin ein. Worum geht es bei diesem Konzept? Es geht darum, den Kuchen für alle größer zu machen und nicht sich selbst das größte Stück zu nehmen und dafür zu sorgen, dass alle anderen nur die Krümel bekommen.

Ich durfte noch während des Workshops erleben, wie das funktioniert. Meike zeigte plötzlich auf mich und teilte dem Publikum mit: „Das ist übrigens Isabel. Isabel ist in Berlin-Brandenburg die Ansprechpartnerin für das Netzwerk intrinsify. Sie bietet regelmäßig inspirierende Meetups an, wo man spannende Menschen trifft.“ Huch, plötzlich stand ich im Mittelpunkt, bin ein bisschen rot geworden und spürte zeitgleich eine sehr große Freude in mir aufkommen. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Nach dem Workshop versammelte sich eine Traube Interessierter, die wissen wollten, was ich da bei intrinsify anbiete, wie man da hinkommen kann und ob wir in Kontakt bleiben. Wow, so einfach kann das sein?

Und das ist die Free Agent-Entrepreneure-Idee: „Mach Andere groß und nicht dich selbst. Statt allein kleine Brötchen, können wir miteinander wesentlich größere Kuchen backen.“

Indem ich als Beraterin anderen, die ebenfalls ein tolles Angebot haben, meine Aufmerksamkeit schenke, Interesse an der Person und ihrem Angebot habe, sie also kennenlerne, kann ich einschätzen, wer das Angebot dieser Person braucht. Im besten Fall inspirieren wir uns gegenseitig durch einen vertrauensvollen Austausch und bauen diesen langfristig auf.

Das sollte nicht willkürlich passieren, so als hätte man einfach nur den Deal quid pro quo „wenn du mich da empfiehlst, dann bringe ich dich da rein“. Stattdessen geht es darum, Personen und Projekte zu empfehlen, die einen wirklich begeistern, von denen man weiß, wenn ich dich empfehle, dann wird das richtig gut, dann haben wir alle was davon. Wenn ich jemanden empfehle, dann doch nur Könner, echte Profis, interessante und zugleich sehr angenehme Persönlichkeiten, die mich neugierig machen und wirklich für das stehen, was sie tun. Da muss die Chemie stimmen, schließlich hole ich diese Person in mein Netzwerk rein, wo sie anschlussfähig sein muss, genauso wie ich in einem anderen Netzwerk.

Für all das müssen wir uns aber kennenlernen, müssen voneinander wissen, wie wir denken und ticken, wer was gut kann. So schließt sich der Kreis – Positionierung, Persönlichkeit, Resonanz. Zeig‘ dich, teile dein Wissen, sag‘ was du zu sagen hast!

In Berlin startet am 10. April beispielsweise exklusiv nur für intrinsify-Mitglieder das Format „Kollegiale Beratung“ für interne und externe Berater im agilen Umfeld, durch die Initiative von Andreas Ulrich, der selbst als interner Agile Coach agiert. Hierzu werden wir in Kürze gesondert einladen. Das gleiche Format findet auch in Köln am 16. Mai statt. Hierzu können sich alle interessierten Berater ab sofort anmelden, denn diese Veranstaltung ist öffentlich. Es geht dabei weniger um die Erfolge im Berateralltag, als vielmehr um die Fragezeichen, Sackgassen und eingeschlagene Irrwege, aus denen Impulse der Kollegen womöglich Auswege aufzeigen können. Solche Formate gelingen nur auf Basis von Offenheit und Vertrauen zu den Kollegen.

Wer es größer mag, kann sich ab sofort für das erste intrinsify Berater Event anmelden, das am 25. und 26. Mai in Berlin stattfinden wird. Hier werden wir uns Impulse darüber holen, wie Beratung in unserer Zeit mehr Wirksamkeit erzeugen kann und dabei so manche liebgewonnenen Methoden und Konzepte als Luftblasen entlarven, die wir gemeinsam zum Platzen bringen.

Also liebe Berater und die, die es werden wollen, lasst uns in den Austausch gehen. Was sind Eure Erfahrungen?

Verpasse keine neuen Beiträge und werde zum Experten der Neuen Wirtschaft

Geschrieben von

Blogauthor Isabel Brandau intrinsify.me
Isabel Brandau

Isabel Brandau, Ansprechpartnerin für das Local Berlin-Brandenburg, ist selbst seit sieben Jahren selbstständig als Businesscoach und Prozessberaterin unterwegs. Sie hat lange nach einem Thema in der neuen Arbeitswelt gesucht, worüber sie öffentlich schreiben und sprechen will – endlich hat sie es gefunden. Sie bloggt und podcastet bei intrinsify über alles jenseits der Festanstellung – eben einen New Work-Lifestyle als Selbstständige und Entrepreneure.

Erschienen am

Donnerstag, 22. Februar 2018

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Dierk Söllner
Gast

Hallo Isabel,
vielen Dank für diesen Beitrag. Den von Dir beschriebenen Weg 2 gehe ich „aus dem Bauch“ heraus schon einige Zeit. Schön zu lesen, dass ich damit vielleicht gar nicht so falsch liege. Und vielleicht sehen wir uns demnächst mal auf einer intrinsify-Veranstaltung. Die stehen bei mir auf der Liste ganz oben.

Isabel Brandau
Gast
Isabel Brandau

Hallo Dierk,
schön, du findest bestimmt eine Gelegenheit, eine unserer Veranstaltungen zu besuchen. Vielleicht sehen wir uns ja da – die Chancen stehen recht hoch, dass ich vor Ort bin 🙂

Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg

Isabel

Thomas Rehehäuser
Gast

Liebe Isabell,

Danke für Deine Worte, sehr treffend!

Weniger Einzelkämpfer, mehr Miteinander 🙂

Viele Grüße

Thomas

Martina Baehr
Gast
Martina Baehr

Ein ganz wunderbarer Artikel. Ja es ist an der Zeit immer mehr zusammenzuarbeiten. Ich kenne diese Gedanken über Berater auch. Dabei ist das total unsinnig, wichtig ist doch immer, ob derjenige einen echten Mehrwert für alle Anwesenden bieten kann – egal ob er Berater, Führungskraft oder Mitarbeiter im Unternehmen ist. Dazu muss er sich öffnen und seine Gedanken und Gefühle preisgeben, nur dann kann Resonanz entstehen. Ich habe noch mal viele Denkanstöße erhalten, danke Ihnen/Dir dafür.
Herzlichst
Martina

Isabel Brandau
Gast
Isabel Brandau

Danke dir, liebe Martina!

Gerald Ziegler
Gast

Danke Isabel für den Artikel, bin ganz Deiner Meinung, es braucht viel mehr ein Miteinander, aber das gilt nicht nur für die Berater- und Trainerbranche. Wir können mit Vorbildwirkung vorangehen – ich bin dabei so etwas in der Schweiz aufzubauen.

Isabel Brandau
Gast
Isabel Brandau

Hallo Gerald,

vielen Dank! Gibt es da schon was, das wir uns als gutes Beispiel mal anschauen können? Eine Plattform oder ähnliches?

Viel Erfolg auf jeden Fall!

Liebe Grüße

Isabel

Su Busson
Gast

Liebe Isabel,
Das Jazzmusiker Beispiel finde ich großartig. Danke dafür. Ich hab´s ja nicht so mit dem klassischen Zielgruppenmarketing und gehe über den 2. Weg. Wobei ich merke, dass sich die Musik, die ich spiele immer wieder verändert, oder es einfach Zeit braucht, die eigene Melodie zu finden. Und der Gedanke viel öfters in einem Orchester zu spielen statt immer der Einzelplayer zu sein, gefällt mir sehr gut. Werde einmal aus Wien anreisen und freu mich auf ein gemeinsame Spiel.
Alles Liebe
Su

Isabel Brandau
Gast
Isabel Brandau

Liebe Su,
vielen Dank für dein Feedback. Ja, das Musikerbeispiel ist in dem Seminar entstanden und hat uns Teilnehmern damals schon sehr geholfen, das ganze Thema Selbstpositionierung einzuordnen. Ich war zwar noch nie in Wien, aber was ich so höre, gibt es fast keinen Grund Wien zu verlassen – außer vielleicht Berlin 🙂

Liebe Grüße

Isabel

Nadja Petranovskaja
Gast

Spannend, dass die Berater-Szene als Silo beschrieben und erlebt wird. Ich habe diese Erfahrung nicht, ich teile liebend gern meine Erkenntnisse, Tools und mein Wissen, weil es für mich das Selbstverständlichste im 21. Jahrhundert ist. Vielleicht bin ich gerade aus diesem Grund – weil ich diese Haltung habe – von sehr vielen Menschen (Beratern) umgeben, die ebenfalls gern teilen. Es gibt unzählige Barcamps, auf denen genau das passiert – Wissen teilen, voneinander lernen, innerlich wachsen. Um so besser, dass es jetzt mit dem Support des intrinfify!me Netzwerks noch mehr davon gibt 🙂 #dafür Liebe Grüße in die Welt, Nadja

Isabel Brandau
Gast
Isabel Brandau

Liebe Nadja,

großartig! Ja, dass es auch teilende Berater gibt, davon bin ich überzeugt und ich kenne zum Glück auch einige. Als Selbstverständlichkeit erlebe ich es allerdings heute noch nicht. Danke für dein Feedback.
Viele Grüße Isabel

maja.schreiber
Mitglied
maja.schreiber

Hallo Isabel, vielen Dank für den Anstoß zu einem echt spannenden Thema. Ich beschäftige mich damit für mein Profil schon seit gefühlt Jahren. Es gibt genug Beispiele, die ich für mich nicht nachmachen möchte. Aber wie Anfangen ohne das es nur Blabla ist? Was passt zu mir? Meine Erfahrung im Berater Umfeld ist, wenn man Kollegen/ Konkurrenten darauf anspricht, behalten die Kollegen lieber Ihr Wissen geheim und bemitleiden eher als zu helfen. Gleichwohl lebt/ belebt das Thema doch das Feedback eines Erfahrenen Kollegen. Für Te€ bekommt man auch genug Unterstützung von Coaches um sich hier zu entwickeln. Ob das den… Weiterlesen »

Isabel Brandau
Gast
Isabel Brandau

Absolut, liebe Maja! Danke für deinen sehr persönlichen Kommentar. Wenn du magst, dann schreibe mir doch nochmal an isabel.brandau@intrinsify.me oder auf den einschlägigen Plattformen, facebook, twitter, Xing oder linkedIn.

Bis bald und viele Grüße

Isabel

Andrea Wiedel
Gast

Liebe Isabel,
ein schöner Beitrag, der mich nachdenklich und inspiriert gemacht hat.
Was mir spontan eingefallen ist:
Ad 1: Auch ich gehöre zu den Stillen und werde von den Lauten über-redet. Ich komme immer mehr und immer mehr dahinter, dass das Zuhören ein wesentlicher Bestandteil unserer Kommunikation ist, sowie das Fragen stellen. Das will zumindest ich in meinen Kommunikationstrainings vermitteln.
Ad 2: Bei vielen Trainern für Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg ist es tatsächlich so, dass sie sich seit Jahren, Jahrzehnten vernetzen. Ich habe gar nicht gewusst, dass andere Trainer auch anders drauf sind.
Danke für Deinen Beitrag
Andrea Wiedel

Isabel Brandau
Gast
Isabel Brandau

Liebe Andrea, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich glaube nicht, dass das „anders drauf sein“ von Beratern so bewusst und gezielt stattfindet – ist ja vor allem auch erstmal meine subjektive Perspektive – viel mehr vermute ich, dass das ein Verhalten ist, das bis zum Ende des 20 Jh. einfach normal war. Da schaute man vielleicht eher mit einem kritischen Blick auf die „Konkurrenten“ und nicht mit einem offenen Blick, ob man nicht sogar voneinander lernen könnte. Das möchte ich gerne noch mehr anstoßen, weil ich beobachte, dass es zwar bereits passiert, es aber noch Luft nach oben gibt, gerade… Weiterlesen »

Marcel Bernard
Gast

Danke für deinen Impuls. Berater und Trainer haben für mich nur eine Aufgabe: Den größten Nutzen für Menschen und Organisationen zu stiften. Dafür muss jeder/m Berater/in klar sein, warum sie/er Berater/in ist und welche Werte sie/er sie vertritt. Bei der Unterschiedlichkeit und Dynamik von Menschen sind Haltung und Prinzipien relevanter als Fachkompetenz. Sobald Vertrauen und Nutzen entstehen, ist Wertschätzung – egal in welcher Form – die logische Konsequenz. Seth Godin hat mal einen wunderbaren Begriff genannt: Overdeliver. Liefere mehr als erwartet. Konkret: Im ersten Gespräch direkt Nutzen erzeugen und alles, was man kann und denkt einbringen aka schenken. Oder direkt… Weiterlesen »

Dorothee Wiebe
Mitglied
Dorothee Wiebe

Total schöner Beitrag Isabel!
ich mache seit Ende 2016 Meetups mit dem Titel „NETZwerk ausTAUSCH mehrWERT“ in Saarbrücken und werde den Input – und das schöne Beispiel vom Jazzmusiker (mit Dank und Hinweis auf deinen Blog)– in unserem heutigen Termin nutzen und den Fokus explizit auf „Resonanz Erzeugen“ und neue Wege gegenseitiger Unterstützung legen. Ich habe mir eine kleine Übung unter uns Kollegen dazu ausgedacht und berichte gerne wie es gelaufen ist (mehr als schiefgehen kann es ja nicht ;-).
Liebe Grüße von der Saar
Dorothee

Elisabeth Siencnik
Gast

Vielen Dank für den ehrlichen und informativen Beitrag.
Ich lebe zwar in Wien, aber überlege im Mai zum Beratertreffen nach Berlin zu kommen.
Elisabeth

Isabel Brandau
Gast

Liebe Elisabeth, das wäre doch schön, wenn Du nach Berlin kommen kannst. Gestern haben wir zum Beraterevent nochmal offiziell eingeladen und jetzt stehen auch die Impulsgeber fest. Das wird bestimmt eine schöne Veranstaltung und ich würde mich sehr freuen, Dich da kennenzulernen. Viele Grüße Isabel

Martina
Gast

Liebe Isabell, Bin gerade erst über deine Botschaft zum Berater Event in Berlin auf diesen schönen Blogbeitrag gestoßen. In Unternehmen bekommt man ja die Kontakte quasi gratis mitgeliefert (auch wenn man sie nicht alle will), als Berater muss man sich selbst um Austausch, Inspiration, Unterstützung … kümmern. Diese Erfahrung mache ich auch gerade. Eine super Erfahrung war es dabei mit 2 anderen Berater Kolleginnen einen Working Out Loud Circle auf zu machen und durch zu halten ! Und wir haben alle davon profitiert. Insofern viel Erfolg in Berlin (leider kann ich nicht dabei sein 🙁 und weiterhin viel Vertrauen und… Weiterlesen »

Isabel Brandau
Gast

Liebe Martina,
vielen Dank für Deinen Kommentar. Ja, es gibt bereits gute Kooperationen und entsprechende Formate, nur, wie Du schreibst, wir müssen uns als Selbständige eben selbst aktiv darum kümmern. Schade, dass Du nicht dabei sein kannst im Mai. Nächstes Mal!

Viele Grüße

Isabel

Angela
Gast

Danke für den Artikel! Habe selbst in einer Ausbildung schon mehrfach die „Kollegiale Beratung“ ausprobieren können und würde mich über ein Berliner Treffen freuen

Karin Ockert-Höfler
Gast

Liebe Isabel, auch von mir ein herzliches Dankeschön für Deinen Beitrag. Nun freue ich mich noch mehr auf den Beraterevent, denn Du hast ihm m.E. durch Deinen offenherzigen, ehrlichen Beitrag, der mir aus der Seele spricht, schon einen positiven Anstoß Richtung echte Kollaboration und Öffnung gegeben. Ich bin schon seit meinem Sprung in die Selbständigkeit immer auf der Suche nach Menschen, denen ich wirklich vertrauen und mit denen ich mehr aufbauen kann, als ich alleine. Bin leider dabei immer wieder auf die Nase gefallen…aber das gehört wohl auch dazu…war auf jeden Fall ein wertvoller Lernprozess und inzwischen finde ich immer… Weiterlesen »

Gabriele Hagner
Gast

Liebe Isabel,
danke für diesen wunderbaren Artikel. Ich bin als Beraterin neu am Start und suche meinen ganz persönlichen Weg. Also Weg 2 ist der, den ich gerade intuitiv gehe.
Unterstützen statt abschotten, ich habe natürlich auch schon beides erlebt und der Moment der Unterstützung und des Einführens in ein Netzwerk mit persönlicher Wertschätzung, das war sehr schön und gibt Mut und Kraft.
Ich freue mich auf das „intrinsfy Netzwerk“.
Herzliche Grüße
Gabriele

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