Artikel getaggt mit "Taylorismus"

Die Rote Falle

Mark Poppenborg   2 Kommentare  

Wer nicht bei 3 auf dem Baum ist, muss sich selbst organisieren Am 16. Oktober 2020 habe ich in einem Vortrag gebeichtet und meinen Frieden mit Frederick W. Taylor gefunden. Ich hatte ihn stets verteufelt, lange missverstanden und nie gewürdigt. Ich sprach auf unserem Future Leadership Alumni Forum nämlich im Detail über die wahren Absichten und konkreten Ansätze Taylors, der ja bekanntlich als Urvater des Taylorismus gilt. Welche Bedeutung diese Lehren auch heute noch haben, darum geht es in diesem Artikel.

Komplexität bewältigen – Wissenschaft statt Romantik

Lena Stiewe   Keine Kommentare  

Dr. Gerhard Wohland auf dem work-X Festival Gerhard Wohland ist einer der wichtigsten Organisationstheoretiker unserer Zeit, Autor und ein Verfechter der Systemtheorie. Beim workX Festival sprach er in der Druckbetankung über die Konsequenzen und Probleme hoher Dynamik, daraus entstandene Strömungen und warum er sich für Wissenschaft statt Romantik ausspricht. Er legt dar, dass die Probleme aus der wachsenden Dynamik bisher drei Strömungen provoziert haben. Die stur tayloristische wie Industrie 4.0, die romantische wie New Work und eine wissenschaftlich lernende. Für ihn ist auch die Romantik eine konservative Sackgasse – und nur der dritte Ansatz den aktuellen Dynamikproblemen gewachsen.

Wie geil ist das denn?! New Work ist im Mainstream angekommen – und nun?

Lars Vollmer   1 Kommentar  

Ein wenig Rückschau gibt uns den richtigen Boost, um vorwärts zu kommen: In diesem Sinne nahm ich mit meiner Keynote auf dem ersten Festival zur Zukunft deiner Arbeit in Berlin ordentlich Anlauf, um gedanklich in eine Zukunft zu springen, in der uns wir aufs Neue befreien: Wir haben uns bereits vom Taylorismus befreit und uns eine neue Souveränität in der Arbeitswelt erschaffen. Nun sehe ich die Chance, uns auch von einer neuen Art des Paternalismus zu befreien, der droht, uns die politische Souveränität zu entziehen. Davon möchte ich Dir hier erzählen.

Verliert die analoge Kultur den Kampf gegen die Datenflut?

Markus Albers   3 Kommentare  

Verlernen wir angesichts der Omnipräsenz digitaler Tools den Umgang mit unvermittelter Realität? Müssen wir das Irrationale neu einüben? Ein Plädoyer für Schönheit, Intimität und Langeweile. Könnte es sein, dass wir es in der aktuellen Faszination für das stark durch Rationalität, Effizienz und Technologie geprägte Neue Arbeiten übertreiben? Dass das Pendel zu stark in eine Richtung ausschlägt und wir – überspitzt gesagt – dabei sind, Kernattribute dessen abzuwerten, was uns als Menschen ausmacht? Wo bleiben Irrationalität, Impulsivität und freie Assoziation, wenn all unsere professionellen Interaktionen maschinenvermittelt sind, durch Algorithmen optimiert und von scheinbarem Ballast befreit, aber auch von jeder Spontanität? Konkreter gesagt: Wollen wir wirklich eine Arbeitswelt, die nicht nur in jeden Bereich unseres Lebens einsickert, sondern die dieses Leben dann… weiterlesen

Change Management: Wie man ein Unternehmen erfolgreich verändert

Mark Poppenborg   24 Kommentare  

Das 8 Phasen Change Management Modell auf dem Weg zu einem erfolgreichen New Work Unternehmen Teil 1 von 2: Die Dekonstruktion. Listen to this article in English This article received so much interest by the German car manufacturer Audi that they decided to translate it and use it internationally for internal training purposes. They kindly provided the English audio recording. Change Management: How to successfully change a company Durch eine repräsentative Studie der New Work Pionierunternehmen, waren wir in der Lage ein Change Management Verfahren zu entwickeln, mit dem jeder seine Organisation zu einem erfolgreichen New Work Unternehmen wandeln kann. Die Folge sind eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und überdurchschnittlicher wirtschaftlicher Erfolg. Solange die 8 Phasen unseres Change Management Konzepts konsequent durchgearbeitet… weiterlesen

Podcast: Interview mit Lars über Agiles Management

Der Podcast für die Neue Wirtschaft
Lars Vollmer   1 Kommentar  

In diesem Interview wurde ich von dem Doktoranden Dominic Lindner interviewt. Er ordnet die Agile Bewegung ein, erklärt die Unterschiede zwischen wirksamen und unwirksamen agilen Ansätzen und zeigt Wege auf, wie Unternehmen sich verbessern können. Zu dem Interview ist auf dem privaten Blog Dominic Lindners ein Artikel erschienen, den Du hier erreichst. Du kannst die Episode auch direkt über iTunes bzw. auf Deinem iPhone/iPad hören. Für weitere Hörmöglichkeiten klicke hier. Viel Spaß dabei.

Wie man in einem Wertstrom mit Komplexität umgeht

Mark Poppenborg   3 Kommentare  

Eine Übung für den Alltag eines modernen Unternehmens Im letzten Blogbeitrag (Wieso der Taylorismus doch nicht ausgedient hat) hatten wir vor der Gefahr gewarnt, Steuerung grundsätzlich zu verteufeln. Denn das wäre nicht nur reichlich naiv, sondern sogar wirtschaftlich hoch riskant. Steuerung ist die zur Verfügung Stellung von bereits vorhandenem Wissen in Form von Anweisungen, Prozessbeschreibungen, Regeln oder Methoden für Probleme, die man schon kennt. Steuerung ist immer nur dann schädlich, wenn es sich um ein Problem handelt, das so noch nie da war. Dieser Fall kommt heute natürlich deutlich öfter vor als noch vor 40 Jahren. Und deshalb wird Selbstorganisation und dezentralisierte Entscheidungsfreiheit derzeit auch ganz zurecht gefordert. In diesem Blog-Artikel will ich ein konkretes Vorgehen aufzeigen, wie man Vorgänge im… weiterlesen

Wieso der Taylorismus doch nicht ausgedient hat

Mark Poppenborg   3 Kommentare  

Wo Top-Down-Steuerung auch heute noch ein Segen ist. Mantra artig haben wir es wiederholt – auf unseren Blogs, im Rahmen unserer Wevents. Letztlich überall, wo wir beisammen saßen: Selbstorganisation ist das A&O in der neuen Arbeitswelt. Lasst den Leuten Freiraum. Lasst sie sich entwickeln. Wirkliche Problemlösung entsteht nur dort, wo Vorschriften aufhören. Und das ist auch alles gut und richtig. Unterschreiben wir nach wie vor. Allerdings müssen wir in unserer gemeinschaftlichen Fankurve ein bisschen aufpassen. Aufpassen, dass wir nicht in ein Dogma geraten. Denn dann kommt man dermaßen in Fahrt, dass man den Bogen überspannt. Im Namen der Selbstorganisation lösen Unternehmen dann möglicherweise unreflektiert sämtliche Abteilungen auf. Schaffen all die leidigen Schnittstellen ab. Sie stampfen das komplette Regelwerk ein. Unterschriftenmappen… weiterlesen