Verbesserung organisieren

Wie unser Teammeeting abläuft

Hinter den Kulissen von intrinsify
Veränderung durch Schmerz
Elisabeth Neuhaus
„Geh für Veränderung durch den Schmerz!“
Zielvereinbarungen abschaffen
Kim Kachelmann
Wie diese Unternehmen die individuellen Zielvereinbarungen abgeschafft haben
Prophet im eigenen Land
Elisabeth Neuhaus
„Sei kein Prophet im eigenen Land“
Rostige Milchkanne
Lars Vollmer
Die Kraft des Gründungsmythos
Mehr Zeit fürs Wesentliche ohne Zielvereinbarungen
Elisabeth Neuhaus
Mehr Zeit fürs Wesentliche ohne Zielvereinbarungen

Irritieren wir uns mit unserem Teammeeting selbst? Bringt es uns in Unwucht? Löst es neue Entwicklungen aus? Reiben wir uns im Teammeeting konstruktiv?

Ein gutes intrinsify Teammeeting ist für mich eines, bei dem ich diese Fragen mit “Ja” beantworten kann.

Und weil es von Montag bis gestern mal wieder so weit war und ich eine sehr positive Bilanz ziehe, will ich Dir heute einen Blick hinter die Kulissen geben. Vielleicht bringt Dich das auf Ideen für eure nächsten Teammeetings. Oder vielleicht hast Du Ideen für mich. Gerne immer her damit.

Potenziale der KI heben

Wie erhöhen wir die Wahrscheinlichkeit, dass wir nützliche Einsatzzwecke für die KI finden und jeder intrinsify Mitarbeiter sie wie selbstverständlich im Alltag einsetzt? Diese Frage war der Auftakt einer unserer Sessions beim Teammeeting.

Los ging es mit einem kleinen Bericht von drei Kollegen, die zuletzt eine Konferenz besucht haben, auf der die KI ein heiß diskutiertes Thema war. Zwischenbilanz: Die anderen kochen auch nur mit Wasser. Wir waren tatsächlich recht desillusioniert, denn einige unserer KI Einsatzzwecke sind fortgeschrittener als die Beispiele, die von den meisten Speakern vorgestellt wurden.

Zwei Beispiele für unseren KI-Einsatz

Wir haben vor Kurzem in unserem Trainingscamp die KI als Gesprächspartner eingeführt. Unsere Teilnehmer müssen dort Detlef (einem Produktionsleiter), Claudia (einer CEO) und Katrin (einer Marketingleiterin) gegenüber erklären, wie sie die Unterscheidung zwischen Kern- und Schalenleistung nutzen können, um eine wirtschaftlichere Make-or-Buy-Entscheidung zu treffen. Die drei von uns trainierten KI-Personen stellen dabei kritische Nachfragen und verhalten sich so, wie es eine solche Person typischerweise auch in der Praxis tun könnte.

Das zweite Beispiel löst ein Effizienzproblem: Wir nutzen für unsere Veröffentlichungen und Trainings regelmäßig Beispiele aus unserer Beratungs- und Sparringpraxis. Früher sind uns die passenden Beispiele häufig nicht eingefallen oder wir konnten uns nur noch vage erinnern, „dass da doch mal was war“.

Jetzt gibt es das Praxisgedächtnis. Und das funktioniert so: Wenn einer von uns eine Geschichte erlebt, spricht er diese anonymisiert in ein Transkribierungsprogramm namens Audiopen ein. Danach geht alles von alleine. Die von uns trainierte KI erkennt automatisch die genutzten Denkwerkzeuge bzw. Theoriebausteine, fasst die Geschichte zusammen, verschlagwortet sie und speichert sie in unserer Wissensdatenbank als Entwurf in dem Programm Notion ab. Gelegentlich schaut jeder durch seine Entwürfe und überprüft kurz, ob sich Fehler eingeschlichen haben. Anschließend verschiebt derjenige die Fälle in den Speicher, unser Praxisgedächtnis.

Und wenn jetzt ein Kollege beispielsweise eine Geschichte zum Thema „Einsatz von Schutzräumen“ sucht, findet er alles, was wir dazu in der Praxis erlebt haben. Ganz schön praktisch. Und eine gigantische Zeitersparnis.

„AI first“ als Arbeitsprinzip

Anschließend sprachen wir in unserer Teammeeting-Session darüber, wie wir die KI Nutzung ausbauen können und entschieden Folgendes:

  1. Immer, wenn wir eine Tätigkeit einleiten, wollen wir uns zunächst kurz fragen, wie uns die KI dabei helfen kann. „AI first“ heißt das zugehörige Prinzip.
  2. Jeder Mitarbeiter bekommt deshalb einen ChatGPT Pro Account (manche von uns arbeiten auch mit Lösungen wie Monica.im)
  3. In unserem wöchentlichen Teamcall widmen wir uns 15 Minuten der Frage, welche Probleme diese Woche mit der KI gelöst wurden und an welchen Stellen die KI keine Hilfe war.
  4. Regelmäßig stellen wir uns nützliche, neue Lösungen gegenseitig vor.

Unsere Hoffnung: Wir werden alle zu KI-Natives, sodass wir nicht nur auf praktische Einsatzideen für den Alltag kommen, sondern nach und nach auch die Leistungen für unsere Kunden um hilfreiche KI Funktionalitäten erweitern.

Übrigens: Sich das Schreiben von Artikeln oder Social Media Beiträgen von einer KI abnehmen zu lassen, ist für mich so ziemlich die schlechteste Einsatzidee. Zumindest, wenn es um Originalität und Qualität geht. „Mittelmaß ist jetzt kostenlos verfügbar“ fasste Lars es treffend zusammen.

Gäste einladen

Wir hatten bei unserem Teammeeting Besuch von drei Gästen, die uns mit vollkommen unterschiedlichen Impulsen versorgt haben.

Ein Gast berichtete uns von den jüngsten Entwicklung in der Suchmaschinenoptimierung. Dabei lernten wir mehr über die Relevanz von Keywords, den Aufbau von Webseiten, Barrierefreiheit und Performance.

Unser zweiter Gast schenkte uns seinen Außenblick auf intrinsify und ging mit uns bewusst hart ins Gericht. „Ein Ritt auf der Rasierklinge zwischen Irritation und Irrelevanz“ war sein Sessiontitel. Seine Impulse lösten tolle Diskussionen aus.

Und mit unserem dritten Gast nahmen wir unsere Website vor dem Hintergrund modernster Design-Gesichtspunkte kritisch unter die Lupe. Wo fördern Aufbau, Gliederung, Farben, Formen etc. unsere Absichten und wo stehen sie ihnen im Weg? Auch hier gingen wir mit sehr wertvollen Erkenntnissen und Arbeitspaketen aus der Session.

Es klingt womöglich banal, aber der kritische Blick von Außen, der unerwartete Impuls, der Spiegel eines Dritten, das sind unverzichtbare konstruktive Störungen für jedes Unternehmen. So auch für uns.

Unsere Marke und Strategie greifbarer machen

Ich bin davon überzeugt, dass eine Marke von jeder einzelnen Berührung genährt wird, die Menschen mit einem Unternehmen haben. In jeder Alltagssituation kann die gewünschte Marke durch das Verhalten der Mitarbeiter hindurch sprechen. Oder eben nicht. Wie wir dazu beitragen, dass wir möglichst häufig Marken-kompatibel handeln?

Einerseits haben wir schon lange verschriftlicht, in welchen Prinzipien sich unsere Marke widerspiegelt.

Auszüge aus unserer Markenbeschreibung

  • Wir machen Inhalte verständlich, ohne zu trivialisieren.
    • Übersetzer- bzw. Fährmannfunktion
    • Was andere schon gesagt haben, sagen wir so, dass man es verstehen und damit in der Praxis etwas anfangen kann.
    • Wir geben Inhalten eine Leichtigkeit.
    • Wir nehmen uns selbst nicht zu ernst. Wir sind selbstironisch.
  • Wir sind gute Gastgeber.
    • Wir gehen bei unserer Arbeit von erwachsenen, selbst denkenden Menschen aus. Das spiegelt sich auch in unseren Veröffentlichungen wider.
    • Wir nehmen jeden ernst. Egal ob CEO oder Pförtner.
    • Weil wir jeden und die Sache ernst nehmen, machen wir uns auch die Mühe, ihnen zu widersprechen, solange wir Interesse auf der Gegenseite unterstellen.
    • Wir antizipieren Bedürfnisse.
    • Wir schenken unseren Kunden unsere volle Aufmerksamkeit.
    • Wir bevormunden nicht. Jeder kann, soll und darf für sich selbst sorgen.
    • Wir biedern uns nicht an.
  • Wir sind aufgeklärte Ideologen.
    • Wir sind nüchterne Romantiker. Wir kommen nicht aus unserer Haut raus. Wir wissen und behaupten, dass wir die Welt nicht ändern können und versuchen es trotzdem. Uns gelingt der Ritt auf der Rasierklinge. Das macht uns attraktiv.

Andererseits nutzen wir Gelegenheiten wie unser Teammeeting, um ganz konkrete Alltagssituationen zu reflektieren und uns zu fragen, ob unser Verhalten in dieser Situation Ausdruck unserer gewünschten Marke war oder ihr widersprochen hat.

Dabei fiel uns diese Woche u.a. auf, dass wir unser 4-Augen-Prinzip bei der Veröffentlichungen von Newslettern ein wenig haben schleifen lassen. Da uns die inhaltliche wie formale Qualität von Newslettern sehr wichtig ist, schärfen wir dort jetzt wieder nach.

Ähnlich verhält es sich mit unserer Strategie, die natürlich eng mit unserer Marke verbunden ist. Diese haben wir im Teammeeting erneut auf ein konkretes Niveau übersetzt.

Das hat zwei Gründe: Unseren neuen Kollegen wird die Bedeutung der Strategie für Entscheidungen im Alltag klar. Und es lädt uns ein, uns aneinander zu reiben, indem wir Ungereimtheiten entdecken, Lücken finden oder Konkretisierungsbedarfe erkennen.

Alltagsarbeit erledigen

Uns ist es wichtig, das Teammeeting weitestgehend vor den täglichen Anliegen zu schützen. Da es jedoch unvermeidlich ist, dass mal gerade akute Kundenfragen geklärt, anstehende Workshops koordiniert oder Termine beschlossen werden müssen, machen wir uns erst gar nichts vor. Stattdessen richten wir dafür ganz bewusst einige Phasen ein. „Work Sessions“ nennen wir die in unserer Agenda.

Dem Zufall auf die Sprünge helfen

Jedes Teammeeting ist von großzügigen Pausen und Pufferzeiten durchzogen. Denn wir sind ein virtuelles Team, sodass Kaffeeküchengespräche und spontane Besuche am Schreibtisch des Kollegen bei uns ausbleiben.

Durch die freien Phasen beim Teammeeting geben wir der Beziehungspflege und spontanen Bedürfnissen Raum zur Entfaltung. Sie sind für mich das Sahnehäubchen, das wir uns gerne leisten, weil der Kuchen bereits gut schmeckt.

Ich hoffe, es waren ein paar Anregungen für Dich dabei. Wenn Du auch welche für mich hast, freue ich mich auf Deinen Kommentar.

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Jap, Inspiration mitgenommen die AI-Nutzung konsequenter zu prüfen – dankeschön!

KI in den Alltag als selbstverständlich integrieren. Jeden Morgen gleich das Ki-Tool öffnen und parallel denken, ob bei der Aufgabe xy die KI helfen könnte / Mehrwert stiften könnte?
Es muss für uns alle selbstverständlich werden, damit umzugehen 🙂

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