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Artikel getaggt mit "Selbstorganisation"

Die Befreiung der Doppelagenten

Mark Poppenborg   2 Kommentare  

Wieso es für Selbstorganisation keine High Performer braucht: Ich kriege häufig zu hören, dass man für Selbstorganisation einen ganz bestimmten Mitarbeitertyp bräuchte. Es wolle nämlich nicht jeder Verantwortung übernehmen, heißt es. Manche Menschen bräuchten jemanden, der ihnen sagt, wo es langt geht. Ich behaupte: Die Arbeit in einem – nennen wir es mal – post-tayloristischen Unternehmen ist erfrischend leicht im Vergleich zu den Herausforderungen, die im Traditionsunternehmen zu bewältigen sind. Doppelagenten im Einsatz In der packenden und hochkarätig besetzten Neuauflage der John le Carré Verfilmung „Dame, König, As, Spion“ aus dem Jahre 2011 kann man sich ein Bild davon machen. Oder in den aktuellen Nachrichten. Ich bleibe aber lieber bei der Fiktion. In dem Film muss sich der von Colin Firth… weiterlesen

Neues Arbeiten – Die Exponentielle Gefahr

Markus Albers   8 Kommentare  

Es spricht vieles dafür, dass das so genannte Neue Arbeiten sein Emanzipationsversprechen nicht einlöst, stattdessen zu massiver Arbeitsverdichtung, ständiger Erreichbarkeit und digitaler Erschöpfung führt. Was ist schiefgegangen? 7.30 Uhr. Ich bin vor einer Stunde aufgestanden. Erster Handgriff: Espressomaschine an. Zweiter Handgriff: Smartphone aus der Ladestation im Bad nehmen, Nachrichten checken. Natürlich hat meine Kollegin gestern Nacht noch auf die Mail geantwortet, die ich ihr um 23.32 Uhr geschickt hatte. Ein Kunde ist in den USA, hat auch geschrieben. Auf Twitter, Facebook, LinkedIn ist eh eine Menge passiert, ich scrolle alle drei kurz mit einer Hand durch, während ich die ersten Schlucke Kaffee nehme. Sehe Links zu drei Artikeln, die mich interessieren, speichere diese in einer App namens Pocket, um sie… weiterlesen

Ein Fallbeispiel moderner Führung

Mark Poppenborg   7 Kommentare  

New Work darf nicht die eine Steuerung durch eine andere ersetzen Das folgende fiktive Beispiel soll aufzeigen, was moderne Führung sein kann und was sie lieber nicht sein sollte. Die Snack GmbH In wenigen Tagen ist es soweit. Seit Wochen hat das kleine Projektteam der Snack GmbH auf einen wichtigen Messeauftritt hingearbeitet. Das Unternehmen wird auf der »Leitmesse für Gesunde Snacks« eine neue Produktreihe präsentieren und erhofft sich vor Ort viel Aufmerksamkeit und erste Umsätze. Das Unternehmen, das bisher überwiegend herkömmliche Snacks herstellt und vertreibt, will mit dieser Innovation in dem wachsenden Markt „gesunder Snacks“ Fuß fassen. Jan beschäftigt sich seit Monaten mit der Szene, hat viele Blogs gelesen, Wettbewerber verfolgt, in den Sozialen Medien mit der Zielgruppe interagiert und… weiterlesen

Wie straff organisierte Steuerung zu mehr Mitarbeiterzufriedenheit führt

Mark Poppenborg   4 Kommentare  

Selbstorganisation ist nicht immer die richtige Antwort „Wie war das nochmal“, fragt Jan zum gefühlt 30. Mal seinen Kollegen. Er will mal wieder einen neuen Newsletter im Content Management System des Kunden anlegen. Ein uraltes Ding, das besondere Zuwendung braucht. Es gibt zig Dinge zu beachten. Irgendwie kann er die nicht behalten. Was ein Frust! Und sein Kollege ist auch kurz vor dem Ausflippen. Täglich grüßt das Murmeltier… Solche Situationen kennt ihr sicher auch. Vielleicht müsst ihr die Reihenfolge beim Zusammenbau eines Vormontageteils jedes Mal wieder beim Meister nachfragen. Oder in der Kanterei weiß man mal wieder nicht, auf welche Länge das Blech für den Standard-Auftrag 2315 gekantet werden muss, weil dort die Begleitpapiere immer fehlen. Die Kontakthistorie der Verkaufsgespräche… weiterlesen

Geht es eigentlich auch ohne Urlaubsanträge?

Mark Poppenborg   Keine Kommentare  

Über die ungewollte Wirkung von Urlaubsanträgen. „Wochenend‘ und Sonnenschein…“ Verträumte Gesichter in der Hängematte, romantisches Diner am Strand, mit „Ich bin dann mal weg.de“ dem Alltag entfliehen. Keine Frage: Urlaub ist herrlich. Es gibt wohl kaum etwas, in dem wir uns alle so dermaßen einig sind. Nicht umsonst spricht man auch von „den schönsten Wochen des Jahres“. Abschalten und Tapetenwechsel bringen neue Impulse und lassen uns auftanken. Soweit so gut. Trotzdem ist da dieser fahle Beigeschmack. Die omnipräsente Angst, die Arbeit könnte liegen bleiben. Kundenanrufe könnten ins Leere und Aufträge verloren gehen. Einer muss die Sache am Laufen halten! Damit das nicht passiert, muss einer ein Auge drauf haben. Ein Auge darauf, dass immer ein gewisser Teil der Mannschaft an… weiterlesen

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